Authenticity Imaging System

Wahrheit erfassen. Beweise bewahren.
Authentizität beginnt mit dem Auslösen.
Canon C2PA-fähige Kameras – Ursprung des Vertrauens.

Für vertrauenswürdige Nachrichteninhalte

Mit der Verbreitung generativer KI und von Bildbearbeitung wächst die Content-Flut – zugleich nehmen Fake-Inhalte rasant zu und verbreiten sich, was die Gesellschaft ernsthaft bedroht.

Um Vertrauen zu sichern, bietet Canon C2PA-fähige Kameras zur Prüfung der Bildauthentizität sowie einen Webdienst zum Prüfen von Herkunftsdaten und zum Hinzufügen von Zeitstempeln. Für Zuschauer ist der Authentizitätsnachweis entscheidend, um Wahrheit und Verlässlichkeit zu beurteilen. Canon hilft, Fake News und Desinformation einzudämmen.

Die Authentizität von mit Canon Kameras aufgenommenen Bildern sichern.
Authenticity Imaging System

Canons Authenticity Imaging System speichert Aufnahmedaten – wann, wer, mit welchem Gerät und wie – als „Provenienz“ im Bild gemäß dem C2PA (Coalition for Content Provenance and Authenticity)‑Standard. Es besteht aus C2PA-fähigen Kameras und einer Web‑App, die die Provenienz prüft und nachträglich Zeitstempel hinzufügen kann. Über die Provenienz eines veröffentlichten Bildes lässt sich bestätigen, dass das Original mit einer Canon Kamera aufgenommen wurde und wie es bis zur Veröffentlichung bearbeitet wurde.

*Der Aufnahmezeitpunkt wird anhand der Kamerauhr und der Fotograf anhand der in der Kamera hinterlegten Informationen in der Provenienz gespeichert. Dies kann nachträgliche Manipulation verhindern, garantiert jedoch nicht, dass Zeitpunkt oder Fotograf immer mit den tatsächlichen übereinstimmen.

C2PA-fähige Kameras

EOS R1
EOS R5 Mark II

Unterstützt werden EOS R1 und EOS R5 Mark II. Für C2PA ist eine kostenpflichtige Aktivierung der Kamera erforderlich. (Stand: April 2026)

Von der Aufnahme bis Prüfen, Bearbeiten, Verifizieren und Ausspielen.
C2PA‑Workflow

Der C2PA‑Workflow beginnt mit der Aufnahme auf einer unterstützten Kamera mit digitaler Signatur und Provenienzdaten. Danach Daten auf den PC übertragen und Bild sowie Provenienz prüfen. Auf der Canon‑Website können Provenienz verifiziert und Zeitstempel hinzugefügt werden.

Für Bearbeitungen (Farbton, Zuschnitt usw.) C2PA‑konforme Software (z. B. Adobe Photoshop) nutzen, um neue Provenienzdaten anzuhängen. Nach der Endprüfung im Bericht veröffentlichen, damit Zuschauer die Provenienz prüfen können.

Von Canon bereitgestellte Funktionen und Tools

Erzeugt ein C2PA‑Manifest mit Angaben wie welche Kamera, wo, wann und durch die signierende Berechtigung aufgenommen wurde. Privater Schlüssel und Public‑Key‑Zertifikat zur Verschlüsselung der Vertrauensdaten sind in der Kamera gespeichert.

Als Web‑App zur Lösung des Problems „Ablauf des Provenienznachweises“. Zudem prüft sie die C2PA‑Provenienz von Bilddaten und zeigt das Ergebnis an.

Provenienz macht Vertrauen sichtbar

„Wann, wer und wie erstellt/bearbeitet“ aufzeichnen.
Ablauf zum Hinzufügen von Provenienzdaten

Das Diagramm unten zeigt ein mit einer Canon Digitalkamera aufgenommenes Bild, das Filter, Farbkorrektur und Zuschnitt durchläuft. Mit jeder Bearbeitung wird ein neues C2PA‑Manifest hinzugefügt, während das erste Manifest (Provenienz + digitale Signatur) erhalten bleibt. So kann der Prüfer die gesamte Historie nachvollziehen.

Hinzufügen von Provenienzdaten

C2PA-fähige Kameras erzeugen ein C2PA‑Manifest (Provenienz + digitale Signatur) mit Angaben wie welche Kamera, wo, wann und von wem aufgenommen wurde. Privater Schlüssel und Public‑Key‑Zertifikat zur Verschlüsselung sind in der Kamera gespeichert.

Prüfen der Provenienzinformationen

Auf Websites zur Prüfung von C2PA‑Credentials können Sie die Provenienz eines Bildes einsehen. Die Provenienz kann auch Informationen wie den Status einer Zertifikats‑/Credential‑Sperrung anzeigen.

Mechanismus gegen Manipulation.
Digitale Signaturen und Public‑Key‑Zertifikate

Um zu zeigen, dass die Provenienz unverändert ist, werden elektronische Signaturen auf Basis der Public‑Key‑Kryptografie verwendet. Eine elektronische Signatur bedeutet: „Zu diesem Zeitpunkt erstellt und danach nicht verändert.“ Bleiben Bild und Provenienz unverändert, bleibt die Signatur gültig. Jede spätere Änderung macht sie ungültig und zeigt eine Manipulation. So kann jeder die Vertrauenswürdigkeit von Bild und Provenienz prüfen.

Ein C2PA‑Manifest enthält „Assertions“ (wer was bearbeitet hat, Datum, App‑Name usw.), „Claims“ (gebündelte Assertions) sowie ein digitales Zertifikat, das die Provenienzinformationen verschlüsselt.

Wird ein Bild mit nicht C2PA‑konformer Software bearbeitet, stimmt das C2PA‑Manifest nicht mehr mit dem Bildzustand überein. Auch Bearbeitungen via Bildschirm‑Screenshot lassen sich nicht authentifizieren – Zuschauer können sie als Fake einstufen.

Gültigkeit dauerhaft sichern

Umgang mit dem Ablauf von Public‑Key‑Zertifikaten.
Zeitstempel‑Signatur hinzufügen

Die Provenienzdaten eines aufgenommenen Bildes enthalten eine digitale Signatur, die mit dem in der Kamera integrierten Public‑Key‑Zertifikat erstellt wurde. Dieses Zertifikat ist pro Kamera unterschiedlich und hat ein Ablaufdatum. Nach Ablauf kann die Gültigkeit der Provenienz in diesem Zustand nicht mehr verifiziert werden. Abhilfe schafft eine Zeitstempel‑Signatur innerhalb der Gültigkeitsdauer des Zertifikats. Die Zeitstempel‑Signatur belegt, dass die Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt existierten, und hält den Provenienznachweis auch nach Ablauf des Zertifikats weiterhin verifizierbar. Da Kameras offline aufnehmen, können sie sich zum Aufnahmezeitpunkt nicht mit einer Time‑Stamping Authority verbinden; unmittelbar nach der Aufnahme wird daher kein Zeitstempel hinzugefügt. Die Zeitstempel‑Signatur muss deshalb nach der Aufnahme hinzugefügt werden.

*Digitale Signaturen und Zeitstempel erhalten die Provenienzinformationen so, dass die Gültigkeit zum Zeitpunkt der Signatur später überprüft werden kann, garantieren jedoch nicht bedingungslos eine dauerhafte Gültigkeit.

Zusammenhang zwischen Zertifikatsablauf und Provenienznachweis

Zeitstempel‑Signatur zu Bilddaten hinzufügen.

Für eine Zeitstempel‑Signatur ist die Verbindung zu einer Time‑Stamping Authority nötig; daher erfolgt sie auf einem internetverbundenen PC. Bilddaten von der Kamera oder einem Server (inkl. Kundensystem) auf den PC übertragen und mit Canons „Timestamp Tool“ ausführen.

Ablauf der Zeitstempel‑Signatur und Canon‑Tools

Bilder aus C2PA-fähigen Kameras enthalten keinen Zeitstempel.

Canons Timestamp Tool ist eine Web‑App. Die Verarbeitung erfolgt vollständig im Browser, ohne Upload auf einen Server. Zeitstempel‑signierte Daten können direkt heruntergeladen werden.

Canons „Timestamp Tool“ kann eine einzelne Bilddatei oder einen Ordner mit mehreren Dateien verarbeiten. Über den Link‑Button unten aufrufen und sofort ausführen.

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